Raus aus dem Lockdown-Tief

Aktualisiert: März 26

Letztes Jahr sind wir mega stark mit uns selbst konfrontiert worden.

Wir wurden alle getestet. Und ich meine nicht Corona.


Zu welcher Gruppe gehören wir?

Tragen wir Masken für gefährdete Menschen, auch wenn wir selbst vielleicht nicht Risikogruppe sind?

Oder treffen wir wirklich ganz bewusst die Entscheidung: Ich stelle meine Befindlichkeiten über das potentielle Wohl von anderen.


Das hat sich letztes Jahr gezeigt.


Wie leben wir, wenn wir weniger Verpflichtungen haben, zu denen wir ständig müssen? Weniger soziale Events, weniger Ablenkungen von uns selber

Falls Du Dich nicht gut gefühlt hast, kann es daran liegen, dass Du dieses Jahr das erste Mal dazu gezwungen warst, dich wirklich mit dir selbst auseinanderzusetzen.



Das kann einer der Gründe sein, warum es dieses Jahr vielleicht besonders schlimm vorgekommen ist.


Vielleicht warst du damit konfrontiert, dass dein Job, auch, wenn er sicher ist, dir eigentlich gar nicht so viel Spaß macht. Und du hast es das erste Mal richtig gemerkt. Oder deine Beziehung. Oder deine Wohnsituation.


Oder du hast vielleicht gemerkt, dass deine Freunde gar nicht so gute Freunde sind. Weil wenn ihr euch nicht täglich gesehen habt, ist vielleicht der Kontakt abgebrochen.


So oder so was immer deine Geschichte von 2020 ist, wir haben alle unterschiedliche.


Ich hab jetzt drei Schritte mitgebracht, wie du aus diesem schlimmen Gefühl wieder rauskommst und in die Besserung kommst.



Nummer 1: Begegne Dir selbst mit Mitgefühl.


Das heißt, mach dich nicht fertig!

Es war für uns alle auf unterschiedlichste Weisen ein schwieriges Jahr und ein hartes Jahr.


Und nur weil vielleicht jemand anderes objektiv noch ein schlimmeres Jahr hatte als du, heißt das nicht, dass es nicht valide ist, deine Erfahrungen so zu fühlen, wie du sie fühlst.


Also mach dich nicht fertig. Bring Dir ganz viel Mitgefühl entgegen. Das ist vielleicht, was total gut ist, dass dir das alles passiert ist, beispielsweise mit den Freunden, weil du jetzt das weißt und Freunde finden kannst, die. Viel besser sind und wo das nicht passiert.


Und das bedeutet auch, dich nicht fertigzumachen und dir irgendwie selbst die Schuld zuzuweisen oder bei anderen jetzt irgendwie die Schuld zu suchen, weil so ist es jetzt passiert. Wer auch immer damals diese Fledermaus gegessen hat. So ist es jetzt. Und das war dein 2020.


Und jetzt geht's darum, dich halt einfach nicht mehr in diesem Ärger oder in dieser Traurigkeit zu suhlen. So darin zu versinken, sondern einfach zu sagen Alles klar, ich gebe mir Mitgefühl. Das ist vollkommen verständlich und okay, dass ich mich so fühle.


Und jetzt übernehme ich auch Verantwortung für meine Gefühle und versuche was zu ändern.



Schritt 2: Werde dir klar darüber, was du willst.


Das ist immer ganz wichtig, dass wir zwischen Gefühl und Action eine kurze Pause haben, in der wir sagen Stopp, bevor ich jetzt in irgendeine Richtung renne: Was will ich eigentlich wirklich? Und wie komme ich eigentlich dahin?


Werde dir wirklich klar darüber: was ist mein Problem und was würde mir helfen, um mich wieder besser zu fühlen?

Was ist wirklich mein Problem?


Also fragte ich auch mal z.B. wenn wir jetzt bei dem Beispiel mit den Freunden bleiben: "Wie bin ich eigentlich in diese Situation gekommen, dass ich diese Freunde hatte, mit denen das jetzt total abgebrochen ist und die sich als nicht so gute Freunde erwiesen haben?

Und was kann ich in Zukunft tun, damit ich gar nicht mehr in diese Situation komme?"


Und auch bei anderen Dingen:

  • Wie bist du eigentlich in den Job gekommen, der dir eigentlich doch nicht so gut gefällt?

  • Wie kann es sein, dass du den angenommen hast? Mach dir wirklich Gedanken darüber.

  • Was ist die Wurzel des Problems und was ist die Lösung, die du gerne willst?

  • Willst du z.B. einen neuen Job finden oder willst du dich selbstständig machen?

Zwei völlig unterschiedliche Wege. Dafür musst du erstmal wissen, was du möchtest.



Schritt Nummer 3: Lerne, wie du leben und arbeiten musst, damit sich genau das, was du möchtest, was du in Schritt 2 festgelegt hast, in der Realität widerspiegelt.


Versuche Wege zu finden, das dann zu erreichen, wenn das funktioniert.


Beibehalten, wenn es nicht funktioniert.

Was kann ich wieder ändern? Woran hat es gelegen?


Und komm in Schritt 3 wirklich in diese Aufwärtsspirale, in dieses Reflexion Aktion, Reflexion, Aktion.


Das habe ich jetzt gemacht. So habe ich gelebt. So habe ich gearbeitet. Hat es funktioniert oder nicht? Und dann lerne ich weiter.

Das waren meine drei Schritte, um aus deinem besonders schlimmen Lockdown-Tief wieder rauszukommen.


Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung!