5 Tipps, um Arbeit & Freizeit zu trennen

Aktualisiert: März 26

"Ich brauche keine Work-Life-Balance. Meine Arbeit ist einfach in mein Leben integriert.
Ich habe halt einfach frei, wenn ich gerade nicht arbeite und solange ich mich am Ende des Tages damit gut fühle ist es ist ja gut, meistens."
"Arbeit und Freizeit. Da brauche ich mir keine Gedanken darüber zu machen. Das funktioniert einfach so nebeneinander ganz gut."

Das sind drei Sätze, die ich immer wieder von den unterschiedlichsten Leuten aus den unterschiedlichsten Kontexten höre und die sich als sehr ungesund erweisen können.



Und in den aller allermeisten Fällen einfach nur Fehlannahmen sind.


Wir schauen uns einfach mal an:

  • Warum sind diese Sätze in den meisten Fällen Fehlannahmen?

  • Wie kannst du akzeptieren, dass Work-Life-Balance kein schlimmes Wort ist und nicht dafür steht, dass du irgendwie faul bist oder so. Sondern, dass es total nötig ist, damit du produktiv sein kannst?

  • Was kannst du tun, damit du deine Work-Life-Balance in Zukunft verbesserst und Arbeit und Freizeit noch besser trennen kannst?


Wichtig zuerst: Warum ist das eine Fehlannahme, wenn ich sage "Das funktioniert einfach so nebeneinander, ich brauche mir da keine Gedanken drum zu machen." Oder "Ich brauche gar keine Work-Life-Balance. Das ist einfach total integriert bei mir."


Das ist sehr verbreitet in in unserer Generation. Ja, meine meine Arbeit ist irgendwie mein Leben und mein Leben irgendwie meine Arbeit. Und ich hab das selber früher gesagt.


Aber mittlerweile weiß ich halt, dass man durchaus in seiner Arbeit super, super viel Spaß haben kann, dass das total erfüllend sein kann, aber dass du trotzdem Ausgleich brauchst.


Du brauchst trotzdem Ausgleich und deine Arbeit kann und sollte in den allermeisten Fällen einfach nicht dein ganzes Leben sein.


Und deswegen ist es wichtig, sich zu überlegen: Wie trenne ich das und wie finde ich eine Balance, die für mich funktioniert? Balance muss ja nicht immer heißen 50:50.


Aber du darfst für dich herausfinden: Was brauchst du, damit du happy bist und ausgeglichen und wirklich auch langfristig das tun kannst, was du liebst.


Und dazu kommt noch, dass unsere Arbeit gerade hier in Deutschland einen viel größeren Teil unseres Lebens ausmacht, als wir denken und als uns bewusst ist.


Viele echte, ernst zu nehmende mentale Krankheiten können von diesem Dauerstress und diesem dauernd dauernd erreichbar sein kommen. Und darum müssen wir uns kümmern, nicht nur, wenn die Krankheiten da sind, sondern präventiv, damit uns sowas gar nicht erst passiert.


Unsere Generation spricht immer gerne und viel von Nachhaltigkeit und das ist amazing.


Damit sollten wir auf gar keinen Fall aufhören oder weniger werden, sondern das sollte noch mehr werden.


Aber das fängt halt auch bei uns an. Wie gehen wir mit uns um, damit wir nachhaltig das tun können, mit dem wir unser Geld verdienen? Damit wir nachhaltig das tun können, mit dem wir im besten Fall sogar der Welt irgendwie etwas Gutes tun, was unsere Arbeit ist.


Natürlich ist auch Altersarmut ein Thema.


Wir wollen langfristig in der Lage sein, unser Geld verdienen zu können und das uneingeschränkt im allerbesten Fall. Aber auch und vor allem geht es einfach um eine langfristige mentale und körperliche Gesundheit, weil das Grundvoraussetzung ist, um happy zu sein.


Deshalb habe ich dir heute einfach mal 5 Ideen mitgebracht, mit der du deine Work-Life-Balance verbessern kannst, mit der du Arbeit und Leben oder Arbeit und Freizeit noch besser trennen kannst.



Tipp 1: Mach eine Bestandsaufnahme.


Mach dir bewusst: Wie sieht für dich Freizeit aus und wie sieht für dich eine Work-Life-Balance aus? Das sollte wirklich die absolute Basis sein. Du musst nicht alle Tipps umsetzen. Am besten suchst du dir von den anderen Tipps vielleicht einen aus, den du zuerst umsetzt. Aber das sollte wirklich der allererste Schritt sein, sich zu überlegen. Ich kann halt nur an was arbeiten und nur etwas kreieren, wenn ich vorher weiß, wo ich hinwill.


Und dafür müsstest du dir einmal überlegen: Wie sieht denn für mich eine optimale Work-Life-Balance aus? Das ist für jeden anders. Wie viele Stunden möchte ich in der Woche, am Tag, wie auch immer mit was genau verbringen? Also sowohl der quantitative Aspekt "Wieviel Stunden will ich frei haben von der Arbeit" oder "Wie viele Stunden will ich arbeiten?" Als auch der qualitative Aspekt: Womit will ich eigentlich meine Freizeit verbringen? Was sorgt wirklich dafür, dass ich mich erholen kann? Dass ich mich besser fühle?

Dass ich wirklich sagen kann Ich habe ein geiles Leben und mein Leben besteht nicht nur aus Arbeit und Rumliegen oder Arbeit und davon erholen oder Arbeit und Netflix gucken? Wahrscheinlich gibt's irgendetwas, wo du sagst, da hätte ich eigentlich schon wieder gerne irgendwie mehr Priorität, mehr Zeit drauf. Und das sind genau die Dinge, die du hier die einmal bewusst machen kannst.



Tipp 2: Etabliere für dich einen Daily Check in und Daily Check out.


Das sind einfach zwei kleine Abfolgen, die super individuell sein können.


Die sind eigentlich für jeden und jede anders, wie du ihn jeden Tag startest und wie du aus jedem Tag wieder rauskommst. Also beispielsweise morgens könntest du dich fragen "Worauf freue ich mich heute an dem Tag?" Das ist eine Idee.


Abends könntest du dich fragen "Was war heute wirklich toll?", "Was könnte ich morgen machen, damit es mir noch besser geht?" Diese zwei Abfolgen sollten auf jeden Fall individuell erstellt werden. Also schnapp dir nicht einfach die von jemand anderem und stülpt dir auf dein eigenes Leben, das ist total wichtig.


Damit startest du jeden Tag in deinen Tag und endest wieder deinen Tag. Dass das individuell ist und wirklich auf dich zugeschnitten.



Tipp 3: Begrenze deine To do Listen.


Das kannst du im allerbesten Fall so machen, dass du einfach, wenn du deine To do Liste schreibst, wenn du deine Todos planst, jedes ToDo direkt mit einem Zeiteinsatz versiehst. Also du sagst: Das muss ich machen und es dauert so lange. Kannst du direkt da dran schreiben und dann hast du einfach ein bestimmtes Kontingent am Tag.


Also wenn du sagst, ich möchte nicht mehr als sechs Stunden arbeiten, nicht mehr als acht Stunden arbeiten, nicht mehr als zehn Stunden arbeiten, was immer du dir überlegt hast, dann kannst du dieses Kontingent füllen mit to dos.

Und wenn das voll ist, dann müssen die nächsten Todos halt dann auf den Tag danach, sodass du nicht in die Situation kommst. Irgendwie nicht das zu schaffen, was du dir vorgenommen hast oder länger zu bleiben, obwohl es eigentlich gar nicht wolltest.



Tipp 4: Trenne deine Kommunikationskanäle.


Also ein Kommunikationskanal für die Arbeit und einen für Freizeit oder mehrere für die Freizeit.

Du z.B. für die Arbeit entweder eine eigene Telefonnummer hast oder ein Slack nutzt beispielsweise. Dass ihr auf jeden Fall nur einen Kommunikationskanal habt, der wirklich nur für die Arbeit ist und für die Freizeit. Da werden dann auch keine Arbeit Sachen kommuniziert. Also wenn du auf dein WhatsApp beispielsweise schaust oder auf deinen Instagram Messenger oder wo auch immer, dass da dann wirklich nur Sachen sind, die sich in deiner Freizeit bewegen, damit du gar nicht erst in deiner Freizeit wieder in den State of Mind von der Arbeit kommst.


Also dass du gar nicht erst wieder anfängst, dir darüber Gedanken zu machen und, dass es gar nicht erst erscheint, damit du wirklich dich vollkommen erholen kannst und gar nicht davon irgendwie noch beeinflusst bis von der Arbeit. Da sollte wirklich das Ziel sein, dass wenn die Arbeit vorbei ist, wenn deine Stundenzahl, die du dir gesetzt hast, vorbei ist, auch wirklich das Thema für dich rum ist.



Tipp 5: Gestalte deine Freizeit aktiv.


Das bedeutet sei nicht einfach, nur nicht bei der Arbeit in deiner Freizeit, sondern überleg dir wirklich: Wie will ich meine Freizeit verbringen und plane das aktiv ein.


Wenn du sagst: In meiner Freizeit, damit die wirklich optimal für Erholung sorgt und nicht ein geiles Leben habe, möchte ich mich so und so oft mit Freunden treffen, möchte ich so und so oft meinem Hobby nachgehen. Und so und so oft möchte ich dann doch irgendwie mal mit Netflix auf der Couch chillen, was ja auch vollkommen in Ordnung ist. Dann plane es genauso ein. Also lass deine Freizeit nicht einfach verstreichen, als die Zeit, in der du halt nicht arbeitest, sondern nutzt deine Freizeit.


Die ist genauso wichtig wie deine Arbeitszeit und die sollte genauso gewertschätzt werden und auch ausgefüllt werden mit sinnvollen Tätigkeiten. Nur halt mit einem anderen Hintergrund als bei der Arbeit.

Wenn du das schaffst, dann wirst du nämlich nicht nur erholt sein und dich besser fühlen, sondern wenn du diese Dinge umsetzt, dann wirst du auch noch viel produktiver auf der Arbeit sein und kommst sind unsere geliebte Aufwärtsspirale, weil du dann produktiver auf der Arbeit bist und dann weniger Zeit brauchst, um deine Dinge zu erledigen, dann kannst du noch mehr Freizeit haben, weil du noch noch entspannter bist.


Du bekommst noch mehr geschafft und so geht die Aufwärtsspirale immer weiter hoch und am Ende bist du einfach mega in der Work Life Balance, schaffst total viel, schaffst vielleicht sogar mehr als andere in weniger Zeit und hast einfach das geilste Leben, in dem du am glücklichsten bist. Wie immer das für dich auch aussieht. So, das waren meine fünf Tipps, mit denen du Arbeit und Freizeit noch besser trennen kannst, für eine noch bessere Work-Life-Balance sorgen kannst.


Ich sage es hier nochmal - wichtig: Nicht alles auf einmal umsetzen. Das funktioniert in den wenigsten Fällen, sondern pick dir ein oder zwei Sachen raus, die du umsetzt. Und dann schaust du: Wie funktioniert das? Für mich hat das gut funktioniert, dann behalte ich es bei. Wenn nicht, nehme ich mir nochmal ein anderes und probier das aus. Und so kommst du zu dem, was für dich klappt und was für dich irgendwie Sinn macht.


Aber wichtig immer: Eins nach dem anderen.